Ein Haus – zwei Kulturen
Pia Stadtbäumer entwirft die Skulptur »Look« für das
Goethe-Institut Damaskus
Unter der Leitidee »Ein Haus – zwei Kulturen« hat das Goethe-Institut die renommierte Düsseldorfer Bildhauerin und Professorin der HFBK Hamburg Pia Stadtbäumer eingeladen, für den Innenhof des Instituts in Damaskus eine Skulptur zu entwerfen.
Pia Stadtbäumer setzte sich, nachdem sie den Standort näher kennen gelernt hatte, sehr intensiv mit dem Projekt auseinander und entwickelte mehrere Entwürfe für gegenständliche Skulpturen, die spielerisch unterschiedliche Motive und Erzähltraditionen der westlichen und östlichen Kulturgeschichte aufgreifen. Am Ende realisierte sie eine bemalte Mädchenfigur aus Bronze, die auf einem Stapel aufeinander gelegter Bücher steht, der seinerseits auf einem fliegenden Teppich platziert ist.
Die vor allem im syrischen Kontext absolut innovative Arbeit macht die Damaszener mit einer vor Ort bislang unbekannten Form von Kunst im öffentlichen Raum bekannt. Bisher kommt Gegenwartskunst im öffentlichen Raum in Syrien fast ausschließlich als Machtdemonstration in Denkmalform vor. Das Projekt wurde mit Unterstützung der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen und mit Hilfe von Sondermitteln des Auswärtigen Amtes verwirklicht.
Anlässlich der öffentlichen Erstpräsentation der Skulptur von Pia Stadtbäumer am 12. März wurde auch eine kleine Ausstellung im Foyer des Goethe-Instituts Damaskus organisiert, in der sieben Diplomanden der HFBK Hamburg aus der Klasse von Pia Stadtbäumer neue Videoarbeiten, Fotografien und Zeichnungen präsentierten. Darüber hinaus nahmen die Kunststudierenden aus Deutschland mit Studierenden aus Syrien Kontakt auf, um sich in einem gemeinsamen Workshop über ihre jeweiligen Arbeiten auszutauschen.
