HFBK Hochschule für bildende Künste Hamburg
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21.02.2007

Karl H. Ditze Diplompreis der Hochschule für bildende Künste für Pauline M’Barek

Die Diplomandin Pauline M’ Barek aus der Klasse von Marie José Burki und Hanne Loreck wurde am Mittwoch, den 21. Februar 2007 mit dem diesjährigen
Karl H. Ditze Preis in Höhe von 7.500 Euro ausgezeichnet.
Nachdem in den vergangenen Jahren die Auszeichnung häufig auf mehrere Diplomarbeiten verteilt wurde, und sowohl erste als auch zweite und dritte Plätze
vergeben wurden, hat die Jury nach ihrem heutigen Rundgang in einer sehr intensiven und hartnäckigen Diskussion um ein eindeutiges Ergebnis gerungen
und schließlich eine radikale Entscheidung getroffen. Ein wesentliches Kriterium war dabei vor allem die Glaubwürdigkeit und Eigenständigkeit der künstlerischen
Position. Ausgehend von dieser Prämisse haben sich die Juroren für ein herausragendes Diplom entschieden: die Arbeit von Pauline M’Barek.
„Die Künstlerin hat mit einer Video-Installation die Frage nach der Systematisierbarkeit von Kultur und Welterklärungsmodellen gesetzt. Dies tut sie in einer sehr poetischen
Form und in einer politischen Auseinandersetzung, die den Betrachter durch die unterschiedlichen Abbildungs-Ebenen und Erzählstränge in den Bann zieht. Vor schwarzem
Hintergrund gruppieren sich im gleichmäßigen Rhythmus verschiedene Bilder, die in ihrer Anordnung ständig wechseln. So entstehen nicht nur formale metamorphotische Prozesse,
sondern vor allem eine Metamorphose durch die Bedeutungsverschiebung. Ein ein-deutiges Weltbild präsentiert uns die Künstlerin nicht. Wie auch?“
(Begründung der Jury)
Während der Preisverleihung sorgte der Vorstandsvorsitzende der Karl H. Ditze Stiftung Herr Heinz-Günther Vogel für eine besondere Überraschung, indem er spontan einen
Sonderpreis der Stiftung in Höhe von 1000 Euro an die Malerin Moki verlieh.

Insgesamt stellen 65 von 122 Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Kunst, Visuelle Kommunikation/Medien, Architektur, Design und Kunstpädagogik von Donnerstag,
von Donnerstag, den 22. Februar bis Sonntag, den 25. Februar ihre Arbeiten aus.

Die Diplomausstellung ist nicht nur das wichtigste Ereignis in der Reihe der Ausstellungen der Hamburger Kunsthochschule, sie bekommt durch die Verleihung des Karl H. Ditze Diplompreises
eine ganz besondere Aura. Denn neben der Benotung durch die Professoren der Hochschule bildet das Urteil einer kompetent besetzten Jury, die das aus ihrer Sicht beste Diplom auf diese Weise auszeichnet, einen wichtigen Prüfstein für die Zukunft der Absolventen.

Mitglieder der Jury waren in diesem Jahr:
Prof. Ute Eskildsen (Leiterin der fotografischen Abteilung des Museums Folkwang/Essen und stellvertretende Leiterin des Museums)
Nils Jockel (Leiter der Abteilung Gestaltung, Kommunikation, Pädagogik des Museums für Kunst und Gewerbe, Hamburg)
Stefan Kalmár (Direktor des Kunstvereins München)
Dr. Hanno Rauterberg (Feuilleton Redakteur, DIE ZEIT, Hamburg)
Daniel Richter (Künstler, Hamburg)
Ulrich Wegenast (Künstlerischer Geschäftsführer der Film- und Medienfestival gGmbH, Stuttgart)
Dipl.-Kfm. Heinz-Günther Vogel (Vorstandsvorsitzender der Karl H. Ditze Stiftung, Hamburg)
Zum Vorsitzenden der Jury wurde Nils Jockel ernannt.

Der Karl H. Ditze Diplompreis wird jährlich vergeben und von der gleichnamigen Stiftung zur Verfügung gestellt. Die Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen Jahre haben das sichere Urteil der Jury immer wieder durch ihre erfolgreiche Entwicklung bestätigt. Die meisten sind inzwischen in großen Sammlungen vertreten, haben renommierte Galerien im In- und Ausland gefunden und an namhaften Ausstellungen teilgenommen.
Karl H. Ditze (1906–1993), Gesellschafter und langjähriger Geschäftsführer des Unternehmens rotring (Schreib- und Zeichengeräte), hatte die Karl H. Ditze Stiftung 1979 gegründet. Seitdem werden jährlich vier Hamburger Hochschulen sowie karitative Projekte gefördert. Neben der Unterstützung der Internationalen Mobilität von Hochschulen und berufsqualifizierenden Projekten engagiert sich die Stiftung besonders für die Förderung begabter Studierender.

Die Preisträgerin:
Erster Preis Pauline M’Barek
„Welt – Bild - Modelle“ (Studiengang Kunst, Prof. Marie José Burki, Prof. Dr. Hanne Loreck), Raum 123

Ausstellungsdauer
22. - 25. Februar 2007, täglich 14 - 20 Uhr
Hochschule für bildende Künste Hamburg, Lerchenfeld 2, 22081 Hamburg