HFBK Hochschule für bildende Künste Hamburg
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Andrea Tippel, »The philoars library«, 108 Farbkopien 41,65 x 29,2 cm in einer handlichen Schachtel, Auflage 3 numerierte & signierte Exemplare, Selbstverlag Berlin. Foto: Siegfried Büker, Privatausstellungsansicht, 2009.


06.04.2012

Trauer um Andrea Tippel

Die ehemalige HFBK-Professorin Andrea Tippel ist am 5. April 2012 nach langer Krankheit in Berlin gestorben. Andrea Tippel war von 1997 bis zu ihrer Verabschiedung in den Ruhestand im März 2011 Professorin für Grundlagen/ Orientierung in den Studienschwerpunkten Malerei/ Zeichnen, Bildhauerei und Zeitbezogene Medien.

Mit Andrea Tippel haben wir nicht nur einen außergewöhnlichen Menschen und eine herausragende Künstlerin verloren, sondern auch eine einflussreiche und hoch geschätzte Lehrende. Vor ihrer Hinwendung zur bildenden Kunst absolvierte die 1945 geborene Andrea Tippel eine Ausbildung zur Schauspielerin an den Max-Reinhardt-Seminaren in Wien und Berlin, die sie 1969 abschloss. Anschließend studierte sie an den Universitäten von Berlin, Hamburg und München Philosophie und Psychologie. Ihr künstlerisches Werk, in dessen Zentrum die Zeichnung steht, bewegt sich in einem unerschöpflichen Referenzrahmen von Babylon über Quantenphysik und Levi-Strauss' »Mythologica« bis hin zur Naturphilosophie Paul Feyerabends.

Am 5. Mai 2012 ab 19 Uhr eröffnet die Hamburger Galerie Melike Bilir die Ausstellung »Zeichnungen aus den 70ern«, die Andrea Tippel noch selbst mit konzipiert hat. Prof. Dr. Hans-Joachim Lenger, Professor für Philosophie an der HFBK Hamburg, erinnert in seiner Eröffnungsrede an die Künstlerin und ihre Arbeit.

Auf Wunsch der Verstorbenen wird es eine Bestattung ohne Trauerfeier geben.