Hochschule /Lehrende /Ehrenprofessuren und Ehrenmitglieder

Ehrenprofessuren und Ehrenmitglieder

Ehrenprofessuren gemäß §17

Dr. Dirk Luckow, Hamburg, Kunsthistoriker

Dr. Dirk Luckow (*1958) ist seit 2009 Intendant der Deichtorhallen Hamburg. Er promovierte an der FU Berlin im Fach Kunstgeschichte über Joseph Beuys und die amerikanische Anti-Form-Kunst und war unter anderem an der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, am Solomon R. Guggenheim Museum in New York, am Württembergischen Kunstverein in Stuttgart, als Projektleiter für bildende Kunst beim Siemens Arts Program in München und von 2002 bis 2009 als Direktor der Kunsthalle zu Kiel tätig.

Nach oben

Dr. Franz Wilhelm Kaiser, Hamburg, Kunsthistoriker

Dr. Franz Wilhelm Kaiser ist seit 2016 künstlerischer Direktor des Bucerius Kunst Forums in Hamburg. Zuvor war der promovierte Kunsthistoriker seit 1989 Ausstellungsdirektor am Gemeentemuseum Den Haag und darüber hinaus für die Organisation der Ausstellungen im Fotomuseum Den Haag und im GEM, dem Museum für zeitgenössische Kunst verantwortlich. Seine breit gespannten kuratorischen Leistungen umfassen Schauen zu Yannis Kounellis, Sol LeWitt und Serge Spitzer, aber auch zu Wassily Kandinsky, Lucian Freud und Mark Rothko sowie beispielhaft die Ausstellungen »Von Monet zu Matisse«, »Kunst und Religion in Russland« und »Cézanne – Picasso – Mondrian«. Neben der Mitgliedschaft in zahlreichen Gremien und Verbänden wurde er als Chevalier des Arts et des Lettres ausgezeichnet.

1957  geboren in Boppard am Rhein
1977–1983  Studium der Kunst- und Erziehungswissenschaften an der Universität Kassel
1982  Documenta 7: Aufbau und edukative Begleitung
1984–1985  Organisation Nouvelle Biennale de Paris in der Grande Halle de la Villette
1985–1986  Kurator am Le Nouveau Musée von Villeurbanne, Lyon
1986–1989  Ausstellungsleiter im neu eröffneten Magasin/Centre National de Grenoble. Beteiligt an der Einrichtung der École du Magasin, einer neuen Form der Kuratorenaussbildung
1989–2016  Ausstellungsdirektor im Gemeentemuseum Den Haag. Im Rahmen der Restrukturierung des Museums im Zuge seiner Privatisierung Entwicklung eines neuen Ausstellungssektors
2006  Promotion an der Universität Leiden

Nach oben

Dr. Christoph Martin Vogtherr, Hamburg, Kunsthistoriker

Dr. Christoph Martin Vogtherr (*1965) ist seit 2016 Direktor der Hamburger Kunsthalle. Er studierte Kunstgeschichte, mittelalterliche Geschichte und klassische Archäologie in Berlin, Heidelberg und Cambridge und promovierte an der FU Berlin mit einer Dissertation über die Gründung der Berliner Museen 1797-1835. Nach Stationen an der Berliner Akademie der Künste, bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg war er zwischen 2007 und 2011 an der Londoner Wallace Collection zunächst als Kurator für Gemälde vor 1800, später als Leiter der Sammlungsabteilung tätig, 2011 wurde er der Direktor des Museums. Seit 2017 ist Vogtherr Ehrenprofessor (nach § 17 HmbHG) der HFBK Hamburg.

Nach oben

F. C. Gundlach, Hamburg, Fotograf

F. C. Gundlach, Gründungsdirektor des Hauses der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg, ist seit 2000 Ehrenprofessor an der HFBK. Mit der Spezialisierung auf Modefotografie im dokumentarischen Stil avancierte er in den 50er-Jahren rasch zum gefragten Mode- und Reportagefotografen. Stets standen Modelle, oft Filmstars oder Künstler, im Mittelpunkt seiner Inszenierungen. Später kuratierte F. C. Gundlach zahlreiche international beachtete fotografische Ausstellungen. Als Sammler besitzt er eine der bedeutendsten privaten Fotosammlungen, die er dem Haus für Photographie als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt hat.

1926
geboren in Heinebach/Hessen
ab 1954 Modestrecken u. a. für »Film und Frau«, »Stern«, »Quick« und »Brigitte«. Pionier als Mode- und Reportagereisender in den nahen Osten, nach Mittel- und Südamerika
1967 Gründung der Firmen CC (Creative Color GmbH) und PPS (Professional Photo Service)
1975 Gründung der PPS.Galerie F.C. Gundlach, eine der ersten Fotogalerien Deutschlands
1993 Gründung des »Arbeitskreis Photographie Hamburg e.V.«
1999 und 2002 Triennalen der Photographie in Hamburg
2000 Gründung der »Stiftung F. C. Gundlach«
ab 2000 Vorsitzender des Kuratoriums Deutsches Centrum für Photographie

 

Nach oben

Enzo Mari, Mailand, Designer

Enzo Mari, italienischer Industriedesigner, Künstler und Theoretiker, ist seit 2000 Ehrenprofessor an der HFBK. Für Firmen wie Danese, Artemide, Olivetti, Castelli oder Rosenthal schuf Enzo Mari insgesamt über 1600 Objekte. Zu seinen bekanntesten Entwürfen zählen die aus Eisenträger gefertigte Schale »Putrella«, die beidseitig verwendbare Kunststoffvase »Pago-Pago« und das Ablagesystem »Sumatra«. Mehrfach wurde er mit dem »Compasso d’Oro« ausgezeichnet. Als Designtheoretiker beschäftigte er sich in zahlreichen Publikationen und während seiner internationalen Lehrtätigkeit vornehmlich mit der Psychologie der Wahrnehmung von Raum und Farbe.

1932 geboren in Novara/Italien
19521956 Studium an der Accademia di Brera, Mailand
1971 Teilnahme an der Ausstellung »Italy – The New Domestic Landscape« im Museum of Modern Art, New York
19761979 Präsident der Associazione per il Disegno Industriale (ADI)
heute Vorstandsmitglied des Centro Studi ed Archivo della Communicazione, Parma

 

Nach oben

Hanne Darboven †, Hamburg, Künstlerin

Hanne Darboven, selbst Absolventin der HFBK, war vom Jahr 2000 bis zu Ihrem Tod 2009 Ehrenprofessorin. Die Konzeptkünstlerin erlangte in den 60er-Jahren weltweites Renommee durch ihre Entwicklung und Modifizierung von Systemen komplexer Zahlenabläufe, die sie später auch in Musik übersetzte. Hanne Darboven repräsentierte Deutschland auf der Biennale in Venedig und nahm mehrmals an der documenta in Kassel teil.

 

Nach oben

Nishikawa Katsuhito, Düsseldorf, Künstler, Architekt

Nishikawa Katsuhito, dessen Schaffen sich durch Überschreiten der Grenzziehungen zwischen Design, Kunst und Architektur auszeichnet, ist seit 2000 Ehrenprofessor an der HFBK. Sein Werk umfasst Malerei, Zeichnung, Skulptur, Möbel und Architektur. Gemeinsam mit Tadao Ando, Erwin Heerich u. a. entwickelte er das Konzept »Museum Insel Hombroich« in Neuss. Durch mehrere Außenarbeiten, z.B. die begehbare plastische Anlage »Tilapia«, hat er das Erscheinungsbild des Ortes entscheidend mitgeprägt.

1949 geboren in Tokio
19741976 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Karl Fred Dahmen
19761981 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Erwin Heerich
1982 Förderpreis der Stadt Düsseldorf
1977heute zahlreiche internationale Ausstellungen

 

Nach oben

Dr. Stefan Sasse, Hamburg, Designer

Dr. Stefan Sasse ist seit dem WS 2007/08 Ehrenprofessor für Patentrecht/Urheberrecht und Technische Mechanik im Studienschwerpunkt Design an der HFBK. Nach seinem Maschinenbau-Studium mit dem Schwerpunkt Konstruktionstechnik absolvierte er eine Ausbildung zum Patentassessor. In mehreren Publikationen befasste er sich mit Konstruktionstechnik, vornehmlich im medizinischen Bereich.

1994–1996 Leiter des Labors für Biomechanik am Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg-Boberg
1998 Promotion an der Technischen Universität Hamburg-Harburg sowie am BG-Unfallkrankenhaus Hamburg-Boberg
1998 1st International Audi Design Award für die Gestaltung eines Systems zum Unterstützen von Knochenheilung
2000 Deutsches Patentassessor-Examen
2001–2005 Gastprofessur für technische Mechanik und Konstruktion an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg
seit 2002 Patentanwalt in der Kanzlei White & Case, Hamburg

 

Nach oben

Dr. Harald Falckenberg, Hamburg, Kunstsammler und Autor

Der renommierte Sammler zeitgenössischer Kunst und Buchautor Dr. Harald Falckenberg ist seit 2008 Ehrenprofessor (nach § 17 HmbHG) an der HFBK Hamburg. Harald Falckenberg hat in Berlin, Freiburg und Hamburg Jura studiert, das Referendariat mit Assessorexamen in Hamburg abgelegt und an der Universität Hamburg über internationales Versicherungsrecht promoviert. Anschließend war er zunächst als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Hamburg und der Freien Universität Berlin, danach als Geschäftsführer und als Mitglied des Hamburger Verfassungsgerichts tätig. Falckenberg ist seit 1999 Vorsitzender des Hamburger Kunstvereins, zählt mit seiner in den Phoenixhallen beherbergten Sammlung laut der US-Zeitschrift »Artnews« zu den »World’s Top 200 Collectors« und ist langjähriges Mitglied des Freundeskreises der HFBK.

1943 geboren

 

Nach oben

Thomas Pletzinger, Berlin, freier Autor

Thomas Pletzinger, der bereits seit 2010 als Gastprofessor an der HFBK Hamburg lehrte, wurde 2014 zum Ehrenprofessor ernannt. Nach einem Studium der Amerikanistik und Medienkultur in Hamburg sowie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig arbeitete er in Hamburg und in New York für Buchverlage und eine Literaturagentur. Heute lebt er als freier Autor und Übersetzer in Berlin, wo er mit anderen Autoren und Lektoren das Literaturatelier adler & söhne betreibt. Für seine Bücher erhielt Pletzinger diverse Preise und Stipendien.

1975 geboren in Münster
2005 Gewinner Prosanova-Literaturwettbewerb
2006 MDR-Literaturpreis
2007 Förderpreis zum Rheinischen Kulturpreis
2008 Debütpreis des Literaturladens Wist (”Kleiner Hei”)
2009 Uwe-Johnson-Förderpreis
2010 NRW Förderpreis für junge Künstler

 

Ehrenmitglieder

Prof. Gret Palucca †, Dresden, Ausdruckstänzerin

Gret Palucca besuchte als junge Balettelevin eine Tanzvorstellung von Mary Wigman in Dresden. Diese löste bei dem jungen Mädchen eine Neuorientierung jenseits des klassischen Tanzes aus. Als Wigmans Schülerin und Mitglied in deren Tanzgruppe entwickelte Gret Palucca  einen unbeschwerten, fröhlichen Tanzstil. 1924 startete sie eine Solokarriere und avancierte zu einer führenden Vertreterin des Ausdruckstanzes. Durch Kontakte zu KünstlerInnen des Dada und des jungen Bauhauses wurde Gret Palucca auch zum Thema der Neuen Kunst.

1902 geboren in München
1925 Eröffnung der Palucca-Schule in Dresden, später Dependancen in Berlin und Stuttgart
1926 Gründung der Palucca-Tanzgruppe
1936 Auftritt am Eröffnungsabend der Olympischen Spiele in Berlin
1939 Tanzverbot unter den Nationalsozialisten; die Leitung der Palucca-Schule wird ihr entzogen
1951 letzter Soloauftritt anlässlich des Geburtstags von Wilhelm Pieck
1952 Mitbegründung der Deutschen Akademie der Künste in Berlin Ost
195670 Vizepräsidentin der Deutschen Akademie der Künste
1993 Tod in Dresden und Beisetzung auf Hiddensee 

 

Nach oben

Prof. Margarete Schütte-Lihotzky †, Frankfurt, Architektin und Designerin

Margarethe Schütte-Lihotzky absolvierte als erste Frau in Österreich ein Architekturstudium. In ihren Entwürfen verfolgte sie schon früh die noch jungen Tendenzen der Funktionalität im Design. Bekannt wurde sie durch die Gestaltung der »Frankfurter Küche«, die als Prototyp der modernen Einbauküche gilt.

1897
geboren in Wien
1926 Berufung an das Hochbauamt Frankfurt am Main, Spezialisierung auf Küchendesign
193032 Entwurf zweier Reihenhäuser für die Wiener Werkbundsiedlung
193037 Als Mitglied der Gruppe May Auftrag in Moskau für die Planung neuer Städte im Rahmen von Stalins erstem Fünfjahresplan
1938 Lehrtätigkeit in Istanbul, Kontakte zu verbannten europäischen Künstlern wie Béla Bartók oder Paul Hindemith
1941 Festnahme durch die Gestapo während einer Reise nach Wien bei dem Versuch, geheime Verbindung zur österreichischen kommunistischen Widerstandsbewegung aufzunehmen. Verurteilung zu 25 Jahren Zuchthaus
1945 Befreiung durch US-Truppen. Danach Aufträge in Bulgarien, der Volksrepublik China, Kuba und der DDR
1980 späte Anerkennung ihrer Werke durch Österreich: Architekturpreis der Stadt Wien
bis 1996 zahlreiche Preise und Teilnahmen an internationalen Ausstellungen
2000 Tod in Wien, Beisetzung auf dem Wiener Zentralfriedhof 

 

Nach oben

Prof. Max Bill †, Zürich, Architekt, Maler, Plastiker

Max Bill ist ein Hauptvertreter der Konkreten Kunst. In den Bereichen Kunst, Design und Architektur war er sowohl theoretisch als auch praktisch tätig. Heute sind seine konstruktiven plastischen Arbeiten weltweit im öffentlichen Raum vertreten. Als Möbeldesigner erlangte er Bekanntheit durch den Entwurf des »Ulmer Hockers«, der als Tablett, Regal oder Hocker verwendet werden kann. Für sein Werk erhielt Max Bill zahlreiche Preise und Ehrungen.

1908 geboren in Winterthur
192728 Studium am Bauhaus in Dessau
193237 Mitglied der Künstlerbewegung Abstraction-Création in Paris
194445 Professur an der Zürcher Kunstgewerbeschule
1951 Berufung als Gründungsdirektor an die Hochschule für Gestaltung in Ulm
195564 Teilnahme an der documenta I, documenta II und documenta III in Kassel
196164 Leiter des Bereichs »Bilden und Gestalten« für die schweizerische Landesschau von Lausanne
196774 Professor für Umweltgestaltung an der HFBK
1994 Tod während eines Aufenthalts in Berlin 

 

Nach oben

Prof. Dr. Frei Otto †, Stuttgart, Architekt

Frei Otto war einer der führenden Vertreter einer biomorphen Architektur. Aus seiner intensiven Beschäftigung mit der Natur und Naturformen entwickelte er Strukturen für seine Bauten, die auf pneumatischen und biologischen Prinzipien basieren. Am bekanntesten sind seine zeltartigen Dachkonstruktionen wie etwa des Olympiastadions in München. Weitere Hauptwerke sind der Deutsche Pavillon für die Weltausstellung 1967 in Montreal, die Ökohäuser der IBA 1985 in Berlin oder die temporären Schirmkonstruktionen für die Tournee von Pink Floyd 1977. Weltweit genießt Frei Otto großes Renommee durch seine Erfahrung mit Leichtbau, Seilsetzen und Gitterschalen.

1925 geboren in Siegmar (heute Chemnitz)
1943 Einschreibung zum Architekturstudium an der TU Berlin; kurz darauf Einberufung durch die Wehrmacht, Einsatz als Kampfpilot
194547 Französische Kriegsgefangenschaft; erste Berufserfahrungen als Lagerarchitekt
194854 Wiederaufnahme des Studiums in Berlin; Studienreise als Stipendiat in die USA. Bekanntschaft mit führenden Architekten, u. a. Mies van der Rohe, Erich Mendelsohn, Frank Lloyd Wright
1952 Gründung eines Architekturbüros in Berlin
1957 Gründung einer »Entwicklungsstelle für Leichtbau«
ab 1958 Gastdozent an der Hochschule für Gestaltung in Ulm
1964 Gründung des Instituts für leichte Flächentragwerke an der TU Stuttgart; intensiver Austausch mit Medizinern, Biologen und Paläontologen über natürliche Konstruktionen
2015 gestorben

 

Nach oben

Prof. Gottfried Böhm, Köln, Architekt, Bildhauer

Gottfried Böhm wurde als bislang einziger deutscher Architekt mit dem renommierten Pritzker Prize ausgezeichnet. Er erbaute zahlreiche Kirchen, insgesamt über 40, die meisten davon im Rheinland. Charakteristisch ist seine eigenwillige Beton-Glas-Architektur. Böhms bekanntestes Bauwerk ist die plastisch-expressionistische Wallfahrtskirche in Neviges. Zu seinen Profanbauten zählen das Rathaus in Bergisch Gladbach-Bensberg, das Stadthaus in Ulm und das neue Rathaus mit Kulturzentrum in Bocholt. Von Böhm stammt auch die Idee, das Reichtagsgebäude in Berlin mit einer Glaskuppel zu überdachen.

1920 geboren in Offenbach am Main 
194247 Studium der Architektur und Bildhauerei an der TU München und der Akademie der Bildenden Künste München
1955 Übernahme des Architekturbüros seines Vaters Dominikus Böhm
1986 Auszeichnung mit dem Pritzker Prize
1991 Ehrenmitglied des Royal Institute of British Architects in London
2006 Retrospektive »Felsen aus Beton und Glas« im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt am Main
heute Böhms Architekturbüro in Köln wird weitgehend von seinen drei Söhnen fortgeführt

 

Nach oben

Prof. Oswald Mathias Ungers †, Köln, Architekt

Oswald Mathias Ungers zählt zu den maßgebenden deutschen Architekten der Nachkriegszeit. Seine Architektur basiert auf geometrischen Grundformen wie Kreis, Quadrat und Kubus. Mit diesen Urformen etablierte er einen unverwechselbaren elementaren Baustil jenseits aller Modeströmungen. Als einer der führenden Theoretiker seiner Zeit entwickelte er den »deutschen Rationalismus«. Bekannte Beispiele seiner Baukunst sind die Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle und das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. 

1926 geboren in Kaisersesch/Eifel
194750 Architekturstudium an der TH Karlsruhe bei Egon Eiermann
196367 Professur an der TU Berlin
196775 Professuren an der Cornell University in Ithaka, NY, der Harvard University bei Boston und der University of California in L.A.
197980 Professur an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien
198690 Professur an der Kunstakademie Düsseldorf
1987 Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin
1988 Ehrenmitgliedschaft des Bundes Deutscher Architekten (BDA)
1997 Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
2001 Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main
2006 Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfahlen 
2007 Tod in Köln

 

Nach oben

Prof. Friedrich Spengelin †, Hamburg, Architekt

Friedrich Spengelin betrieb gemeinsam mit seiner Frau ein Architekturbüro in Hamburg mit Niederlassung in Hannover. Gemeinsam realisierten sie zahlreiche Arbeiten wie die Kunsthalle Emden oder das Rathaus und Kurhaus auf Helgoland. Er war Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, der Freien Akademie der Künste Hamburg, der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, des Internationalen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung, des Internationalen Verbandes für Stadt- und Regionalplanung und des Hamburgischen Landes- sowie des Bundesvorstands des BDA.

1925
geboren in Kempten/Allgäu
1948 Diplom an der TU München
1951 Bürogründung in Hamburg
1961 Berufung auf den Lehrstuhl für Entwerfen an der TH Hannover
1966 Lehrstuhl für Städtebau, Wohnungswesen und Landesplanung an der TU Hannover
1970 Planungsgemeinschaft Spengelin, Gerlach, Glauner in Bonn
1973 Heinrich-Plett-Preis für Verdienste um den Städte- und Wohnungsbau
2016 gestorben in Hamburg

Nach oben