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HeuteDi, 09.06.26

Vortrag

+ ENTFÄLLT: Übers Schreiben reden #lesen

18:00 Uhr Extended Library, HFBK Hamburg

Michael Taussig, Pablo Torres Gómez, Luise Donschen

Leider muss die Veranstaltung krankheitsbedingt entfallen.

Michael Taussig, born in Australia, studied medicine and sociology and conducted anthropological fieldwork in western Colombia. He was a professor of Performance Studies at NYU, then of Anthropology at Columbia University, where he is now emeritus. Together with friends he runs a seminar called “The Mini aaa” focused on the art of writing. His books include The Devil and Commodity Fetishism in South America (1980); Shamanism, Colonialism, and the Wild Man (1987); Mimesis and Alterity (1993); I Swear I Saw This (2011); Field Notebooks. 100 Notes – 100 Thoughts, dOCUMENTA 13 (2011); The Corn Wolf (2015); And the Garden Is You: Essays on Fieldwork, Writingwork, and Readingwork (2024).

Pablo Torres Gómez, born in Colombia, is a PhD candidate in the postgraduate program Being(s). Artistic Research in Transformative Contexts of Health at the HFBK Hamburg. He works as an artistic researcher, sound artist, and anthropologist. He holds a B.A. in Social & Cultural Anthropology and an M.A. in Design & Computation from the Berlin University of the Arts. He is co-curator of the Listening Biennial and a member of the collective ~pes: laboratory for animal dreams. His work has been activated at documenta fifteen, Ars Electronica, TBA21’s Ocean Archive, and Kunstmuseum Stuttgart, among others.

Luise Donschen is a filmmaker, born in East Berlin. She studied European Ethnology in Hamburg and Belgrade, as well as film at the HFBK Hamburg, where she subsequently taught as an artistic staff member in the narrative film department. Her films Casanova Gene (2018), Entire Days Together (2019), and Elle (2021) have been successfully screened at international festivals (including the Berlinale, New York Film Festival, Viennale, and Oberhausen Short Film Festival) and have received numerous awards. Her latest feature film Patty is currently in post-production.

Eröffnung Ausstellung

+ Die Horizonte der Shapeshifter

18:00 Uhr Dante 9, Ausstellungsraum des Universittätsarchiv, Frankfurt am Main

Jenny Schäfer, Verena Issel u.a.

Begleitausstellung zu den Frankfurter Poetikvorlesungen

Vortrag

+ "Fritz Langs Film Metropolis von 1927 und die Idee des Dritten Reiches"

19:00 Uhr HFBK Hamburg, Lerchenfeld 2, Raum 229 (Hörsaal)

Dr. Jürgen Müller

Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Müller (Professor für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte, TU Dresden): „Fritz Langs Film Metropolis von 1927 und die Idee des Dritten Reiches“

Metropolis ist als ein Meilenstein der Filmgeschichte erachtet worden. Eine brillante Tricktechnik, sowie beeindruckende wie stilbildende Studioarchitekturen einer Megapolis und ein Happy End, bei dem die Arbeiterklasse ins Himmlische Jerusalem einziehen darf – was will man mehr? Der aufwändig produzierte Film ist zunächst beim Publikum durchgefallen. Er hat die UFA ruiniert, aber dem Ruf des Wiener Regisseurs nicht geschadet. Thea von Harbous und Langs Werk ist später sogar der Rang des Weltdokumentenerbes zugesprochen worden. Der Vortrag will der politischen Ikonographie des Films nachgehen und seine Nähe zu rassistischen Ideologien aufweisen. Liest man den Wikipedia-Eintrag und schaut in den von der Berliner Kinemathek erstellten Katalog aus dem Jahre 2010 so stechen die unpolitischen Lesarten ins Auge. Im Unterschied dazu soll der programmatische Charakter des Films deutlich werden, der die Idee eines zukünftigen Reichs der Deutschen enthält, wie es Arthur Moeller van den Bruck in seinem Werk Das dritte Reich schon 1923 entworfen hat.

Bereits laufend

Ausstellung

+ Finkenwerder Kunstpreis 2026

ICAT der HFBK

Otobong Nkanga, Leyla Yenirce

Die Hochschule für bildende Künste Hamburg lädt Sie herzlich ein zur Verleihung des Finkenwerder Kunstpreises 2026 an Otobong Nkanga und des Finkenwerder Förderpreises der HFBK Hamburg an Leyla Yenirce mit anschließender Ausstellungseröffnung. Es begrüßen Nawina Walker (Standortleiterin, Airbus Operations GmbH), Adolf Fick (Kulturkreis Finkenwerder e.V.) und Martin Köttering (Präsident, HFBK Hamburg).

Zu den Prämierten:
Mit Einzelausstellungen im MoMA New York, der Tate Modern London oder im Musée d’Art Moderne de Paris zählt Otobong Nkanga (geboren 1974 in Kano, Nigeria) zweifelsohne zu den renommierten Künstler*innen unserer Zeit. Ihre internationale Bedeutung wird nicht zuletzt durch ihre Teilnahme an der aktuellen 61.⁠ ⁠Kunstbiennale von Venedig unterstrichen.

In ihrer ersten Einzelausstellung in Hamburg konzentriert sich Otobong Nkanga auf zwei forschungsbasierte Schlüsselwerke. Contained Measures of a Kolanut ist eine multimediale Installation zur Kulturgeschichte der Nigerianischen Kolanuss und ihrem globalen Einfluss. Mit der modularen Rauminstallation Tsumeb Fragments erzählt Nkanga facettenreich von der Mine The Green Hill in Tsumeb, Namibia und wie sich der Hügel unwiderruflich verändert, nachdem die nachhaltige Gewinnung verschiedener Mineralien im Boden durch die Ovambo für deren Eigenbedarf von dem industriellen Abbau unter deutscher Kolonialherrschaft verdrängt wurde. Ergänzt mit ihren beeindruckenden Wandteppichen, dokumentarischen Fotografien und Videos, öffnet Otobong Nkanga mit dieser Ausstellung einen Reflexionsraum über Landschaften, Erinnerungen, individuelles Konsumverhalten und Verschiebung von Machtstrukturen während und nach der Kolonialisierung des afrikanischen Kontinents.

Leyla Yenirce (geboren 1992 in Qubînê, Kurdistan) hat 2022 bei Jutta Koether an der Hochschule für bildende Künste Hamburg ihren Masterabschluss gemacht. Aktuell zieht sie große Aufmerksamkeit in deutschen und internationalen Kunstinstitutionen auf sich, u.⁠ ⁠a. Landesmuseum Oldenburg, Museum Brandhorst München oder Mudam Luxemburg, und gehört zu den markanten Stimmen ihrer Künstler*innengeneration.

Leyla Yenirce präsentiert großformatig ihre Video- und Soundinstallation Being Strong Is Hard. Das Video zeigt gefundenes Bildmaterial von kurdischen Freiheitskämpferinnen, Aktivistinnen und Journalistinnen abwechselnd mit verpixelten Landschaftsaufnahmen in rasanter Abfolge und ist begleitet von einem harten elektronischen Beat. Damit stößt einen die Künstlerin unerbittlich auf die schwierige Frage: Wie kann man Widerstand leisten gegen militärische und mediale Dominanz und die Freiheit verteidigen? Die Frauen, die Leyla Yenirce hier zeigt, haben ihre Entscheidung getroffen. Dass diese eine harte ist mit all ihren Implikationen, ist unmittelbar zu spüren.

Donnerstag 21.05.26

Eröffnung

19:00 Uhr

Freitag 05.06.26

Artist Talk

+ Artist Talk mit Leyla Yenirce

18:00 Uhr ICAT der HFBK Hamburg

im Gespräch mit Yalda Afsah

Ausstellung

+ It’s never love, it’s always work

HFBK boutique, Hamburg

Omid Arabbay, Carmine Auricchio, Khingwei Bai, Ruth Brauchle, Andy Chen, Florian Gatzweiler, Sergej Hufnagel, Lio Kappel, Pikhān Khu, Leonidas Kosmidis, Qing Lan, Emma Maiwald, Moses Omeogo, Yoav Perry, Vixtoria Salomonsen, Vladislav Sili, Aimilia A. Theofilopoulos, Sude Nur Tosun, Marcela Vetter, Oksana Yushko

Eine Ausstellung von Studierenden der HFBK Hamburg im Rahmen von Triennale Expanded der 9.⁠ ⁠Triennale der Photographie Hamburg 2026

In der Ausstellung It’s Never Love, It’s Always Work fragt die Klasse für Fotografie der HFBK Hamburg, was Liebe von Arbeit unterscheidet – inmitten von anhaltenden sozialen und wirtschaftlichen Konflikten. Wie sind Fürsorge, Unterstützung und Nähe grundlegender Bestandteil der Arbeit, die wir für andere leisten, obwohl sie oft nicht ausdrücklich so benannt werden? Und was bedeutet das für die Art und Weise, wie wir zusammen leben und arbeiten: in Bezug auf Intimität, Beziehungen und Migration?

In unterschiedlichen Medien wie Fotografie, Zeichnung, Skulptur und Installation untersuchen die Teilnehmenden, wie Bilder und Objekte Erzählungen an der Schnittstelle von Persönlichem und Politischem vermitteln können. Die Geschichten, die dabei entstehen, bilden eine Konstellation, die durch die Themen Arbeit und Liebe in Spannung gehalten wird. Sie erzählen von Fürsorge als etwas, das sich nicht nur im Arbeitsalltag manifestiert, sondern auch in den Beziehungen, Abhängigkeiten und Gesten, die unser Leben prägen.

Vor dem Hintergrund Hamburgs als Hafenstadt – geprägt von den Widersprüchen der Arbeiterbewegung, der Wirtschaftsmigration und des internationalen, historisch kolonialen Handels – verwebt die Ausstellung menschliche Beziehungen, wirtschaftliche Strukturen und soziale Realitäten. Begleitet von einem Programm mit Beiträgen eingeladener Referent*innen wird It’s Never Love, It’s Always Work zu einer Plattform des Dialogs: einem offenen Raum für jene Formen von Arbeit, die uns miteinander verbinden.

Von den teilnehmenden Studierenden kollektiv entwickelt, betreut von Özlem Altın.

Rahmenprogramm:

  • 06. Juni, 15 Uhr Between Love, Work and Migration, Führung (auf Deutsch) / Guided Tour (in German) 

  • 06. Juni, 1617 Uhr, trans*port, Live Interview mit Harry Hachmeister

  • 06. Juni, 17 Uhr, Between Love, Work and Migration, Führung (auf Englisch) / Guided Tour (in English) 

  • 12. Juni, 1819 Uhr, One shot on Love, Work and Migration, Artist Conversation mit Tobias Zielony, Enis Maci & Künstler*innen der Ausstellung

HFBK boutique, Mönckebergstr. 1 & Satellit Pop-Up-Space Mönckebergstr. 3

It’s Never Love, It’s Always Work⁠ ⁠–⁠ ⁠Part II eröffnet in der HFBK boutique am 18.⁠ ⁠Juni, 18 Uhr.

Mehr Infos

Freitag 05.06.26

Eröffnung

17:00 Uhr

Samstag 06.06.26

Führung

+ Between Love, Work and Migration

15:00 Uhr HFBK boutique

Führung in deutscher Sprache

Artist Talk

+ trans*port

16:00 Uhr HFBK boutique

Live Interview mit Harry Hachmeister

Führung

+ Between Love, Work and Migration

17:00 Uhr HFBK boutique

Führung (auf Englisch)

Freitag 12.06.26

Artist Talk

One shot on Love, Work and Migration, Artist Conversation mit Tobias Zielony, Enis Maci & Künstler*innen der Ausstellung

18:00 Uhr HFBK boutique
→ Alle laufenden Veranstaltungen

MorgenMi, 10.06.26

Studienberatung

+ Studienberatung im SSP Design

10:00 Uhr Lerchenfeld 2, Raum 332

Studienberatung

+ Studienberatung im SSP Malerei/Zeichnen

12:00 Uhr Online

Artist Talk Vortrag

+ Künstlergespräch und Vortrag: Jonas Weichsel

15:00 Uhr Raum 207, Finkenau 42

Auf Einladung der Klasse Jorinde Voigt

Artist Talk

+ Consumers of the world, unite!

18:00 Uhr HFBK Hamburg, Extended Library

Anna Scalfi Eghenter, Valentina Viviani, Nora Sternfeld

Anna Scalfi Eghenter (Artist) and Valentina Viviani (Assistant Curator, 13.⁠ ⁠Berlin Biennale) in conversation with Nora Sternfeld (Professor of Art Education at HFBK Hamburg) about the project Clearing House / Die Komödie! [The Comedy!]

As part of the 13th Berlin Biennale, artist Anna Scalfi Eghenter realized the installation Clearing House / Die Komödie! [The Comedy!] in 2025 at the former military court building on Lehrter Straße, where Karl Liebknecht was convicted in 1916 for his resistance to the First World War. The title refers to Liebknecht’s exclamation “Die Komödie!” (“The Comedy!”) after the courtroom had been cleared. In the entrance area of the installation, red leaflets swirled through the space — reprints of the pamphlets with which Liebknecht called on workers on May 1, 1916 to refuse the “fratricide” of war.

With Clearing House / Die Komödie! [The Comedy!], Anna Scalfi Eghenter extends this historical and political inquiry into the digital and urban realm. Through a web-based platform, users around the world can enter their own interests, initiatives, needs, and forms of protest. These inputs are translated in real time into cartographic and visual patterns and transmitted back into the Biennale exhibition space. The result is a collective, immaterial cartography of shared concerns that connects local initiatives and experiments with new forms of political and artistic participation.

The event will discuss the relationship between art, activism, and technology, as well as the question of how collective action and solidarity can be organized today beyond the logics of economic exploitation and commodification.

Anna Scalfi Eghenter (*1965) uses artistic practice as a tool for intervening in the laboratory of reality. She holds a PhD in Management Studies from the Essex Business School, an MSc in Sociology from the University of Trento, and MFAs from the National Academy of Dramatic Arts “Silvio d’Amico” and the Academy of Fine Arts of Brera. Her work has been presented internationally, including at the 13th Berlin Biennale, 16th Quadriennale d’arte di Roma, MAMbo – Museo d’Arte Moderna di Bologna, Biennale Democrazia, Kadist, Real Academia de España en Roma, and Palais de la Bourse Brussels.
https://scalfieghenter.com/

The project is supported by the Italian Council Program of the Italian Ministry of Culture.

+ Screening: The Ophanage

18:00 Uhr Kino der HFBK

Shahrbanoo Sadat, Abel Auer

Mit anschließendem Talk

Filmscreening

+ Meine Frau weint

19:30 Uhr Abaton Kino

Hamburger Premiere des neuen Films von Regisseurin und HFBK-Professorin Angela Schanelec.

Donnerstag 11.06.26

Eröffnung Ausstellung

+ ANCHOR POINTS

17:00 Uhr Deutsche Seemannsmission Hamburg–Altona

Studierende der Klasse Jasmin Werner

Studienberatung

+ Studienberatung im SSP Film

18:00 Uhr Finkenau 42, Raum 106

Eröffnung Ausstellung

+ ASA Open Studios im Juni 2026

19:00 Uhr ASA Studios, Karolinenstr. 2a, Haus 5

Marija Arakelyan Lucic, Haoyu (Tom) Bian, Michela DiStefano, Jay Ho, Yuwen Huang, Ivan Kizindo, Tomma Köhler, Jan-Niklas Kuhn, Camila Low Tanne, Emma Maiwald, Einav Hana Maler, Charlotte Neidel, Kiek Nieuwint, Ashley Shugart, Kane Tank, Anissa Tavara, Katharina Wanke, Zhenghao Yan, Odille Zexter, Yukuo Zhang, Wenfei Zhao, Ammar Yassir

Die ART SCHOOL ALLIANCE (ASA) ist ein internationales Austauschprogramm für Kunststudierende und Gastkünstler*innen. Ziel ist die Stärkung internationaler künstlerischer Praxis, die Entwicklung künstlerischer Projekte mit vielfältigen Perspektiven und Einflüssen und ein lebendiger Dialog im internationalen Kontext.

Während der Open Studios sind aktuelle künstlerische Arbeiten aller derzeit an der ART SCHOOL ALLIANCE teilnehmenden Künstler*innen im gemeinsam genutzten Atelierhaus zu sehen.

Studierende:
Marija Arakelyan Lucic, Haoyu (Tom) Bian, Michela DiStefano, Jay Ho, Yuwen Huang, Ivan Kizindo, Tomma Köhler, Jan-Niklas Kuhn, Camila Low Tanne, Emma Maiwald, Einav Hana Maler, Charlotte Neidel, Kiek Nieuwint, Ashley Shugart, Kane Tank, Anissa Tavara, Katharina Wanke, Zhenghao Yan, Odille Zexter, Yukuo Zhang, Wenfei Zhao

Artist in Residence:
Ammar Yassir

Eröffnung Ausstellung

+ My eleven your ten my ten your eleven: Opening Performance

20:00 Uhr Kunstverein Harburger Bahnhof

Agnes Eeg-Olofsson, Flora Fee Mayrhofer

Reading: 13.⁠ ⁠Juni, 15 Uhr

Freitag 12.06.26

Vortrag Professionalisierung
HFBK Professionalisierungsprogramm im Sommersemester 2026

+ Einführung in die VG Bild-Kunst

10:00 Uhr Online

Sandra Freischem

Netzwerkangebot

Wer oder was ist die VG Bild-Kunst? Welche Aufgaben hat sie? Wer kann Mitglied werden und kostet die Mitgliedschaft etwas? Warum sollte ich Mitglied werden und wie kann ich von der VG Bild-Kunst profitiere? Diese und andere Fragen rund um die VG Bild-Kunst beantwortet Ihnen der Vortrag. Dozentin ist Sandra Freischem, Inhouse-Juristin der VG Bild-Kunst. Sie hält regelmäßig Seminare und Workshops zur VG Bild-Kunst, Urheberrecht und angrenzenden Themen.

Sandra Freischem ist Rechtsanwältin und seit 2014 als Unternehmensjuristin für die VG Bild-Kunst in Bonn tätig. Daneben hält sie regelmäßig Vorträge zu den Themen Urheberrecht, Urhebervertragsrecht, Fotografie und Persönlichkeitsrecht sowie VG Bild-Kunst.

Anmeldung ab 1.⁠ ⁠April 2026 über careerservice@hfbk-dresden.de bei Denise Ackermann

ZOOM-Einwahldaten nach Anmeldung per Mail

Ein Angebot des Career Service der HfBK Dresden.

Professionalisierung Workshop
HFBK Professionalisierungsprogramm im Sommersemester 2026

+ Welchen Text braucht die Kunst? – Ein Schreib-Workshop für Künstler*innen

14:00 Uhr Lerchenfeld 2, Raum 25

Dagrun Hintze

12./26.⁠ ⁠Juni 2026, 1418 Uhr

Deutschsprachiges Angebot

Viele Kunstwerke und künstlerische Praktiken lassen sich nicht ausschließlich über visuelle Wahrnehmung erfassen, sie benötigen Vermittlung, weitere Informationen, Kontext. Sie benötigen: Text. Dieser sollte Betrachter*innen Zugänge zur Kunst ermöglichen, ihnen aber keinesfalls vorgeben, was sie angesichts eines Werks zu denken oder zu empfinden haben. Ebenso wenig sollte Text, der Kunstwerke flankiert (an der Wand, im Portfolio, in der Pressemitteilung), die Worthülsen eines vermeintlichen Fachjargons reproduzieren – komplexe Inhalte können nach komplexer Sprache verlangen, oft genug sind schwer verständliche Texte aber einfach nur Ausdruck von Bequemlichkeit und unpräzisem Denken.

Künstler*innen tragen Verantwortung für den Text, der ihre Arbeiten begleitet – wenn sie mit denjenigen kommunizieren, die ihn am Ende verschriftlichen, wenn sie ihn selbst formulieren. Im Workshop machen wir uns auf die Suche nach der Sprache, die dem jeweiligen Werk und der jeweiligen Praxis entspricht. Wir präsentieren die eigene Arbeit und gehen in den Austausch miteinander, um die eigene Perspektive zu reflektieren und voneinander zu lernen. Wir analysieren, was einen besonders geglückten „Text zur Kunst“ ausmacht. Wir behalten beim Schreiben und Sprechen verschiedene Zielgruppen im Blick.

Seit Dagrun Hintze Kunstvermittlerin bei der documenta11 war, beschäftigt sie die Frage, welche Sprache einem Kunstwerk angemessen ist. In diesem Zusammenhang experimentiert sie mit verschiedenen Textformaten: Neben Katalogbeiträgen kollaboriert sie auch literarisch mit Künstler*innen – eine Sammlung so entstandener Prosatexte erschien 2019 unter dem Titel „Wer was in welcher Nacht träumte – Erzählungen zu Kunst, Design und Architektur“ im Textem Verlag. Hintze veröffentlicht außerdem Lyrik, Prosa und Theaterstücke und lehrte Interdisziplinäre künstlerische Praxis an der UDK Berlin sowie Creative Writing an der HAW Hamburg.

Anmeldung ab 1.⁠ ⁠Mai 2026 hier.

Artist Talk
It’s never love, it’s always work

+ One shot on Love, Work and Migration, Artist Conversation mit Tobias Zielony, Enis Maci & Künstler*innen der Ausstellung

18:00 Uhr HFBK boutique

Eine Ausstellung von Studierenden der HFBK Hamburg im Rahmen von Triennale Expanded der 9.⁠ ⁠Triennale der Photographie Hamburg 2026

In der Ausstellung It’s Never Love, It’s Always Work fragt die Klasse für Fotografie der HFBK Hamburg, was Liebe von Arbeit unterscheidet – inmitten von anhaltenden sozialen und wirtschaftlichen Konflikten. Wie sind Fürsorge, Unterstützung und Nähe grundlegender Bestandteil der Arbeit, die wir für andere leisten, obwohl sie oft nicht ausdrücklich so benannt werden? Und was bedeutet das für die Art und Weise, wie wir zusammen leben und arbeiten: in Bezug auf Intimität, Beziehungen und Migration?

In unterschiedlichen Medien wie Fotografie, Zeichnung, Skulptur und Installation untersuchen die Teilnehmenden, wie Bilder und Objekte Erzählungen an der Schnittstelle von Persönlichem und Politischem vermitteln können. Die Geschichten, die dabei entstehen, bilden eine Konstellation, die durch die Themen Arbeit und Liebe in Spannung gehalten wird. Sie erzählen von Fürsorge als etwas, das sich nicht nur im Arbeitsalltag manifestiert, sondern auch in den Beziehungen, Abhängigkeiten und Gesten, die unser Leben prägen.

Vor dem Hintergrund Hamburgs als Hafenstadt – geprägt von den Widersprüchen der Arbeiterbewegung, der Wirtschaftsmigration und des internationalen, historisch kolonialen Handels – verwebt die Ausstellung menschliche Beziehungen, wirtschaftliche Strukturen und soziale Realitäten. Begleitet von einem Programm mit Beiträgen eingeladener Referent*innen wird It’s Never Love, It’s Always Work zu einer Plattform des Dialogs: einem offenen Raum für jene Formen von Arbeit, die uns miteinander verbinden.

Von den teilnehmenden Studierenden kollektiv entwickelt, betreut von Özlem Altın.

Rahmenprogramm:

  • 06. Juni, 15 Uhr Between Love, Work and Migration, Führung (auf Deutsch) / Guided Tour (in German) 

  • 06. Juni, 1617 Uhr, trans*port, Live Interview mit Harry Hachmeister

  • 06. Juni, 17 Uhr, Between Love, Work and Migration, Führung (auf Englisch) / Guided Tour (in English) 

  • 12. Juni, 1819 Uhr, One shot on Love, Work and Migration, Artist Conversation mit Tobias Zielony, Enis Maci & Künstler*innen der Ausstellung

HFBK boutique, Mönckebergstr. 1 & Satellit Pop-Up-Space Mönckebergstr. 3

It’s Never Love, It’s Always Work⁠ ⁠–⁠ ⁠Part II eröffnet in der HFBK boutique am 18.⁠ ⁠Juni, 18 Uhr.

Mehr Infos

Sonntag 14.06.26

Führung

+ Sprechen über… Franz Wanner. Eingestellte Gegenwarten

15:15 Uhr Lenbachhaus, München

Franz Wanner

Montag 15.06.26

Infoveranstaltung Professionalisierung
HFBK Professionalisierungsprogramm im Sommersemester 2026

+ Screentour – strategische Festivalplanung für Filmschaffende

11:00 Uhr Online

Chris Xu

Angebot in deutscher und englischer Sprache möglich

Über 12.000 Filmfestivals weltweit – von großen A-Festivals über spezialisierte Genre-Events bis hin zu thematisch oder regional fokussierten Plattformen. Doch welche davon passen wirklich zu meinem Film? Und wie behalte ich den Überblick über Deadlines, Premierenstatus, Gebühren und strategische Prioritäten?

Dieser Workshop stellt Screentour vor – eine App, die Filmschaffende dabei unterstützt, aus der Vielzahl internationaler Festivals eine fundierte Auswahl zu treffen. Auf Basis einer kurzen Filmbeschreibung schlägt Screentour passende Festivalsektionen vor und hilft anschließend dabei, die Auswahl in einen strukturierten und realistischen Einreichungsplan zu überführen und auch die Premierenanforderungen stets im Blick zu halten.

Gemeinsam werfen wir einen praxisnahen Blick auf die Funktionsweise des Tools, diskutieren Auswahlkriterien und sprechen über Festivalstrategien:

  • Welche Rolle spielen Genre, Länge und Produktionskontext?

  • Wie wichtig ist der Premierenstatus?

  • Welche Ziele verfolge ich mit meinem Festivalrun – Sichtbarkeit, Vertrieb, Netzwerk, Preise?

  • Wie lassen sich Einreichungen zeitlich und finanziell sinnvoll planen?

Screentour entstand in Kooperation mit der HFBK Hamburg und der Filmwissenschaftlerin Skadi Loist (Jurymitglied des Berlinale TEDDY Award) und verbindet wissenschaftliche Expertise mit praktischer Anwendung für die Filmbranche.

Wer möchte, bringt ein aktuelles Filmprojekt mit: Eine kurze Beschreibung oder ein Link zur Filmwebseite genügt als Grundlage. Anhand ausgewählter Beispiele probieren wir das Tool direkt aus und entwickeln erste individuelle Festivalstrategien.

Chris Xu ist Filmproduzent sowie Gründer und Entwickler von Screentour, dem weltweit ersten datenbasierten Tool zur strategischen Festivalplanung. Sein koproduzierter Film GUOCHANG (Regie: Nana Xu) feierte seine Premiere im Forum Special der Berlinale.
Aus der praktischen Erfahrung zahlreicher Festivalauswertungen und der intensiven Auseinandersetzung mit internationalen Festivalstrategien entwickelte er Screentour – mit dem Ziel, Filmschaffenden eine fundierte, transparente und effiziente Orientierung im globalen Festivalmarkt zu ermöglichen.

Anmeldung ab 1.⁠ ⁠Mai 2026 hier.
Dieser Workshop richtet sich an Film-Studierende der HFBK und Graduierte bis 5 Jahre nach dem Studium.

Mittwoch 17.06.26

Performance Vortrag
Pluralize and Specify

+ Circassian Beauty

18:00 Uhr Extended Library, HFBK Hamburg

Lecture performance by Elif Satanaya Özbay
Live accordion by Blan Jalouqa
Live visuals by EMIRHAKIN

Elif Satanaya Özbay (NL/TR) works across performance, installation, and script-based forms. Through montage and unstable narration, she explores horror, beauty, and archival research, investigating how bodies are staged and aestheticized within systems of spectacle and modern visual culture, moving between myth, cinema, and displacement.

Elif Satanaya Özbay, Circassian Beauty, Collage Series, 2024-2025

Donnerstag 18.06.26

Eröffnung Ausstellung

roses

18:00 Uhr kleine gegenwart, Hamburg

Sven Scharfenberg

Führung

+ Sprechen über… Franz Wanner. Eingestellte Gegenwarten

18:00 Uhr Lenbachhaus, München

Franz Wanner

Freitag 19.06.26

Vortrag

+ Die Kunst der Bindung: Überlegungen zum sakralen Raum von Masaccio bis Rothko

15:00 Uhr Extended Library, HFBK Hamburg

Der Vortrag von Juliane von Herz versteht den Sakralraum nicht zuvorderst als religiösen Ort, sondern als Erfahrungsraum, in dem Kunst über Jahrhunderte an Architektur, Körper, Öffentlichkeit und Wahrnehmung gebunden war. Im Zentrum steht die Beobachtung, dass die vormoderne Kunst das Werk nicht als autonomes Objekt auffasste. Fresken, Kapellen, Altäre oder Bildzyklen waren untrennbar mit ihrem Ort verbunden und Teil räumlicher, sozialer und liturgischer Zusammenhänge. Kunst entstand im Verhältnis zu Architektur, Licht, Bewegung und Betrachter.

Anhand ausgewählter Beispiele – von Masaccios Trinità in Santa Maria Novella über Renaissance-Freskenräume bis zur Rothko Chapel sowie zu Arbeiten von Bill Viola oder Jenny Holzer – entwickelt der Vortrag eine Genealogie solcher Bindungen zwischen Kunst und Raum. Dabei steht weniger die Geschichte religiöser Ikonographie im Vordergrund als die Frage, wie Kunst sich an Räume bindet und wie Räume ihrerseits Konzentration, Präsenz und Wahrnehmung hervorbringen.

Ausstellung

KUGELFANG

19:00 Uhr KUNSTHALLE OST, Leipzig

Lena Schramm

Samstag 20.06.26

Eröffnung Ausstellung

Manifesta 16 Ruhr

19:00 Uhr Verschiedene Veranstaltungsorte im Ruhrgebiet

Merve Kaplan, Özlem Altın, Jason Dodge, Annika Kahrs u.a.

Dienstag 23.06.26

Professionalisierung Vortrag
HFBK Professionalisierungsprogramm im Sommersemester 2026

+ Die Künstlersozialkasse (KSK)

14:00 Uhr Online

Fred Janssen

Deutschsprachiges Angebot

Niemand kommt als Selbständiger so günstig in die Krankenkasse wie freie Künstler und Publizisten: Sie müssen sich nicht freiwillig gesetzlich und überteuert absichern, sondern bekommen die Hälfte der Beiträge als Zuschuss von der Künstlersozialkasse. Und die Rente wird von der KSK auch noch bezuschusst – insgesamt erhält man von der KSK so mehrere tausend Euro pro Jahr. Doch was sind die Voraussetzungen, wer wird überhaupt in die KSK aufgenommen?

Fred Janssen wird darüber berichten. Er ist seit über 35 Jahren Mitarbeiter der Künstlersozialkasse und war in den Bereichen Versichertenrecht, Künstlersozialabgabe, Betriebsprüfung tätig. Sein jetziges Aufgabenfeld liegt im Bereich des Wissensmanagements, Auskunft und Beratung/Öffentlichkeitsarbeit.

Diese Veranstaltung ist geöffnet für Studierende von zahlreichen Kunst- und Musikhochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Anmeldung ab 1.⁠ ⁠Mai 2026 hier.

Mittwoch 24.06.26

Workshop Professionalisierung
HFBK Professionalisierungsprogramm im Sommersemester 2026

+ Egofugal Alliances: The Artist–Curator Relationship between Fugue and Draft, context and rationale

13:00 Uhr Lerchenfeld 2, Raum 213

Nirith Nelson

English language offer

*Microcredential Internationales

This workshop addresses the evolving relationship between artists and curators at a moment when authorship, power, and responsibility in exhibition-making are increasingly shared, contested, and renegotiated. Drawing on Yuko Hasegawa’s concept of the egofugal and Carolyn Christov Bakargiev’s notion of the curator as draftsperson, the workshop proposes a model of the artist–curator liaison as a multi voiced composition and an ongoing draft, rather than a fixed hierarchy or a finished script.

Egofugal combines the idea of a centered ego—each participant arriving with desires, convictions, and a strong standpoint—with a movement of fugere: to move away and forward. It resonates with the musical fugue, where a theme appears in one voice, is taken up and transformed by others, and progresses through repetition, variation, and counterpoint. In this sense, the artist–curator relationship becomes an egofugal choreography: two distinct centers that repeatedly decenter themselves to respond to each other and to the evolving exhibition. Christov Bakargiev’s metaphor of the curator as draftsperson emphasizes process, tentativeness, and revision. The curator generates sketches—conceptual, spatial, discursive—within and around the artist’s work, knowing that these drafts will be reworked, contested, or erased in dialogue.

The curator generates conceptual, spatial and discursive sketches within and around the artist’s work. Yet these drafts are to be reworked, contested or erased in dialogue with the artist. This view resists curatorial over authorship: the exhibition is not a final drawing imposed on the artist but a palimpsest of drafts, traces, and negotiations between artist, curator, institution, and public.

Taken together, egofugal movement and curatorial drafting offer a productive framework for early career artists to understand and navigate their liaisons with curators: not as one sided judgment or service, but as a dynamic, co authored process of composing, revising, and sharing meaning.

The workshop follows a structured yet dialogical format, putting into practice the collaborative model it reflects upon. It begins with an introduction to the curatorial role in exhibition-making, considering its historical development and its shifting understandings of authorship and responsibility. On this basis, we will explore various curatorial approaches and examine how an artwork changes as it moves from the studio into the exhibition space, where context, mediation, and spatial arrangement actively shape its meaning. Participants will take part in focused exercises that address the presentation of their own work and the development of exhibition ideas. They will learn to articulate their positions with clarity, intellectual depth and critical awareness.

Throughout the workshop, a collaborative methodology is emphasized: curators are approached as partners in an ongoing process rather than as external authorities. Participants are encouraged to remain attentive to their central concerns while cultivating critical thinking, mutual trust, openness, and flexibility.

Nirith Nelson is a contemporary art and design curator and art educator. She teaches Curatorial Studies at the Bezalel Academy of Arts and Design and is Curator of Contemporary Art at the Israel Museum in Jerusalem.

Registration from May 1, 2026 here.

This workshop is aimed at HFBK students in their final year and graduates up to 5 years after graduation.

Podiumsdiskussion

+ Thomas Demand im Gespräch mit Nirith Nelson

19:00 Uhr Extended Library, HFBK Hamburg

Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen künstlerische Zusammenarbeit, Ausstellungsprozesse sowie Fragen der Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer Kunst. Thomas Demand und Nirith Nelson verbindet eine langjährige Zusammenarbeit, die zuletzt 2023 in einer Einzelausstellung von Thomas Demand im Israel Museum in Jerusalem ihren Ausdruck fand. Gemeinsam werden sie Einblicke in ihre gemeinsame Arbeit geben und über kuratorische und künstlerische Perspektiven auf aktuelle Fragestellungen sprechen.

Das Gespräch findet im Rahmen des Workshops von Nirith Nelson an der HFBK Hamburg statt und ist für alle Interessierten geöffnet.

Donnerstag 25.06.26

Vortrag

+ Gestaltung und Gleichschritt. Die Geschichte der Hochschule für bildende Künste Hamburg im Nationalsozialismus

18:30 Uhr Extended Library, HFBK Hamburg

Gespräch von Alina Just und Michael Wildt, moderiert von Yvonne Robel
In Kooperation mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg

Öffentliche Veranstaltung, Eintritt frei

Der Vortrag wird auch online via Zoom übertragen.

Wie veränderte die nationalsozialistische Diktatur den Alltag an einer staatlichen Kunsthochschule? Welchen Einfluss nahm das Regime auf Praktiken des Lehrens und Lernens? Wo lagen die Kipppunkte der Institution auf ihrem Weg in die Diktatur? Die gerade erschienene Studie Gestaltung und Gleichschritt von Alina Just geht diesen Fragen am Beispiel der HFBK Hamburg bzw. deren Vorgängereinrichtungen, der Landeskunstschule und der Hansischen Hochschule für bildende Künste, nach. Sie liefert ein anschauliches Zeitbild des künstlerisch-intellektuellen Beziehungsgeflechts im nationalsozialistischen Hamburg – und dessen Nachwirkungen in der demokratischen Nachkriegszeit.

In der Extended Library der HFBK Hamburg stellt die Autorin ihre Forschungsergebnisse vor und spricht anschließend mit Michael Wildt über den Prozess der institutionellen Anpassung an das nationalsozialistische System und darüber, wie die Beteiligten ihre jeweiligen Handlungsspielräume nutzten.

Dr. Alina Just ist Historikerin und seit 2024 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH). Sie hat Neuere und Neueste Geschichte an der Humboldt- Universität zu Berlin studiert und wurde 2015 an der Universität Münster promoviert. Im Anschluss forschte sie am Leibniz-Institut für Medienforschung / Hans-Bredow-Institut im Bereich Mediengeschichte und an der HafenCity Universität (HCU) Hamburg im Bereich Kultur der Metropole. Freiberuflich war sie u.⁠ ⁠a. tätig für die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen (SHGL) und die Bundeskanzler- Willy-Brandt-Stiftung. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen Stadtgeschichte, Kulturgeschichte und Migrationsgeschichte des 20.⁠ ⁠Jahrhunderts sowie die Geschichte des geteilten Deutschlands nach 1945.

Prof. i.R. Dr. Michael Wildt ist Historiker und lehrte von 2009 bis 2022 als Professor für Deutsche Geschichte des 20.⁠ ⁠Jahrhunderts mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zuvor arbeitete er an der Forschungsstelle für die Geschichte des Nationalsozialismus in Hamburg und am Hamburger Institut für Sozialforschung mit dem Arbeitsbereich Theorie und Geschichte der Gewalt. Für seine Forschung wurde er 2022 mit dem Preis des Historischen Kollegs ausgezeichnet. Jüngste Veröffentlichungen von ihm sind Zerborstene Zeit. Deutsche Geschichte 19181945 (2022), Die Ambivalenz des Volkes. Der Nationalsozialismus als Gesellschaftsgeschichte (2019) sowie Volk, Volksgemeinschaft, AfD (2017). Gemeinsam mit Susan Neiman hat er den Band Historiker streiten. Gewalt und Holocaust – Die Debatte (2022) herausgegeben.

PD Dr. Yvonne Robel ist Historikerin, Privatdozentin für Neuere Geschichte an der Universität Hamburg und seit 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg. Sie forscht u.⁠ ⁠a. zur Geschichte des Altonaer Museums und Museums für Hamburgische Geschichte während des Nationalsozialismus und in der unmittelbaren Nachkriegszeit und bereitet derzeit (gemeinsam mit Christoph Strupp, FZH) einen Sammelband zu Kultur und Kulturpolitiken in Hamburg während der NS-Zeit vor.

Im Anschluss eröffnet im Magazin der HFBK-Bibliothek die Präsentation Von Bruchstücken und Leerstellen: Studierende am Lerchenfeld 193345

Donnerstag 09.07.26

Eröffnung Ausstellung

+ Graduate Show 2026

19:00 Uhr Lerchenfeld 2+2a, Finkenau 42, Wartenau 15

Mehr als 200 Absolvent*innen des Jahrgangs 2025/26 zeigen ihre künstlerischen Abschlussarbeiten an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Entdecken Sie die nächste Generation vielversprechender Künstler*innen in einer umfassenden Ausstellung, die sich über die gesamten Atelier- und Seminarräume erstreckt, ergänzt durch ein abwechslungsreiches Performanceprogramm.

Alle Abschlussfilme, die mit Mitteln der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein entstanden sind, werden im Rahmen des Final Cut-Screenings im Kinosaal des Filmhauses präsentiert.

Eröffnung

Donnerstag, 9.⁠ ⁠Juli 2026, 19 Uhr, Aula
Ausstellung am Eröffnungsabend 1922 Uhr, ab 22 Uhr: Eintritt für HFBK Family&Friends, Einlass für Gäste nur in Begleitung von Hochschulangehörigen

Eröffnung durch Präsident Martin Köttering und Vergabe des Karl H. Ditze Preises für die besten Abschlussarbeiten sowie des HFBK-Filmpreises, gestiftet von JEF⁠ ⁠–⁠ ⁠Not a Foundation. Es sprechen Claudius Schramm, Vorstandsmitglied der Karl H. Ditze Stiftung und Gesa Engelschall von JEF⁠ ⁠–⁠ ⁠Not a Foundation sowie Vertreter*innen der Preisjury.

Ausstellung

Freitag bis Sonntag, 10.-12.⁠ ⁠Juli 2026, 1420 Uhr
Eintritt frei

Führungen

Zum besseren Verständnis und für eine vertiefte Auseinandersetzung mit den präsentierten Abschlussarbeiten bieten wir öffentliche Führungen durch die Graduate Show an.

Die Daten werden in Kürze hier veröffentlicht.

Bewusstes Feiern / Safe Party / Awareness-Team

Am Eröffnungsabend ist ein geschultes Awareness-Team mit 4 Personen im Einsatz. Das Awareness-Konzept richtet sich dezidiert gegen sexistisches, rassistisches, homophobes, transphobes oder vergleichbar übergriffiges Verhalten und tritt diesem aktiv entgegen. Solltest du dich unwohl fühlen oder beobachten, dass jemand sich übergriffig verhält, kannst du dich vertrauensvoll an das Awareness-Team wenden.

Du erkennst das Awareness-Team an pinkfarbenen Westen und rosa Caps.
Mobil zu erreichen 0157 3190 5619

Außerdem steht der Raum K51 im Hauptgebäude, Lerchenfeld 2 als Rückzugsort zur Verfügung.

Information für Besucher*innen mit Mobilitätseinschränkung

Das Hauptgebäude der HFBK am Lerchenfeld 2 ist denkmalgeschützt und daher für Besucher*innen mit eingeschränkter Mobilität zwar überwiegend aber nicht vollständig barrierefrei.

Der barrierefreie Zugang mit stufenloser Verbindung zum Personenfahrstuhl in alle Etagen befindet sich am Seiteneingang Uferstraße 1 – entlang des Gebäudeteils, der sich parallel zum Eilbekkanal befindet.

Das neue Atelierhaus am Lerchenfeld 2a ist barrierefrei zugänglich, die verschiedenen Etagen können über einen Personenfahrstuhl erreicht werden.

Öffentliche WCs für Menschen mit Behinderung befinden sich im Hauptgebäude im EG (stufenfrei und mit Fahrstuhl über Seiteneingang erreichbar) sowie im Atelierhaus im EG (ebenerdig durch Haupteingang von der Straße erreichbar). Beide Toiletten sind mit dem Euroschlüssel zu öffnen.

Die HFBK möchte allen Besucher*innen einen möglichst reibungslosen und barrierearmen Besuch ermöglichen. Daher wird eine Person während der Öffnungszeiten der Ausstellung für Sie vor oder während Ihres Besuchs ansprechbar sein. Die Mobilitätshelfer*in steht Ihnen direkt am Infotisch in der Eingangshalle im EG oder telefonisch unter 0162 952 96 74 zur Verfügung.

Donnerstag 16.07.26

Vortrag Professionalisierung
HFBK Professionalisierungsprogramm im Sommersemester 2026

+ Zeitmanagement für Künstler*innen

18:00 Uhr Online-Vortrag via Zoom

Verena Issel

Angebot in deutscher Sprache

Ja, das klingt öde, oder? Hat auch echt nichts mit der heiligen kreativen Kunst zu tun, nicht?

Najaaa. Wer Erb*in ist und für den Rest seiner Tage diese ohnehin, komme was wolle, wonnig malend cocktailtrinkend verbringen wird, muss hier nicht weiterlesen. Aber alle andern, die vielleicht jetzt schon mehr oder weniger angestrengt jonglieren zwischen Seminaren, Nebenjobs, Ansprüchen von Partner*innen und Freund*innen, Wäsche waschen, Steuererklärung und noch nebenbei ein ganz bisschen Kunst machen: macht euch auf was gefasst. Das wird alles noch viel schlimmer hinterher, wenn der Schutzmantel der Alma Mater mit ihren gratis Ateliers und Werkstätten und damit auch das Bafög und der Studijob entfallen und die Krankenversicherung plötzlich horrende Summen will. Und dann noch Babies kommen. … das Ende der Kunst?! BUH

Muss aber nicht. Keine Angst. Organisation ist alles. Das klingt schei?e, ist aber …leider geil. Im Endeffekt. Und gar nicht so schwer. Darüber wollen wir sprechen und versuchen, gemeinsam Modelle zu finden, Vorgänge zu straffen, komprimieren und optimieren⁠ ⁠–⁠ ⁠damit mehr Zeit für wonniges Malen bleibt. Oder so. Und sonst so. 

Verena Issel hat an der HFBK Hamburg studiert und lebt und arbeitet in Berlin. Sie bewegt sich zwischen Kunstproduktion, Lohnarbeit und dem Versuch, beides dauerhaft miteinander zu vereinbaren. 100 Prozent angestellt und 100 Prozent Kunstaktiv und 0 Prozent burnout (nicht alles stimmt, aber fast) ;) 

Anmeldung:
Unter Angabe der eigenen Hochschulzugehörigkeit per Mail an: stenzel@adbk-nuernberg.de
Ein Angebot der Akademie für Bildende Künste Nürnberg.

Samstag 22.08.26

Eröffnung Ausstellung

+ Most (Un)Important

11:00 Uhr Galerie in der Wassermühle Trittau

Dongchan Kim

Sonntag 04.10.26

Eröffnung Ausstellung

+ Generate & Decouple

16:00 Uhr Galerie im Marstall Ahrensburg

Saskia Senge u.⁠ ⁠a.