Die Symposienreihe
Die transdisziplinäre Symposienreihe »Zwischen Grenzgang und Seitenwechsel« findet seit November 2011 regelmäßig, ca. dreiviertel jährlich statt. Ihr Gegenstand ist ein Aspekt der Künste, der lange aus deren (Selbst-)Verständnis ausgeschlossen wurde und der erst unlängst eine Renaissance erlebt: Es ist der Bereich des »künstlerischen Forschens«.
Anliegen der Symposienreihe ist dabei weniger, die mögliche Differenz zu anderen Erkenntnisformen und Wissensgebieten zu thematisieren. Was in den Fokus gerückt werden soll sind hingegen die Spezifik und die Eigenkontur des Feldes, wie sie sich insbesondere angesichts aktueller Kunstpraktiken ab zu zeichnen beginnt. Hierzu wird im Rahmen der Symposienreihe ein Blick auf den Alltag künstlerischen Forschens geworfen. Zur Sprache kommen konkrete Bedingungen und Möglichkeiten, ebenso wie spezifische Themen, Methoden und Herangehensweisen.
Nicht zuletzt gilt es aber auch, den Begriff des »Forschens« selbst auf einer fundamentaleren Ebene zu hinterfragen. Dabei ist einerseits die Möglichkeit der Anwendung eines konventionellen Forschungsbegriffs auf die Kunst kritisch zu diskutieren; andererseits die Vorannahme einer prinzipiellen Differenz von Kunst und Wissenschaft, welche einen Forschungsbegriff einseitig verkürzt den Wissenschaften zuschreibt und dessen Nichtanwendbarkeit im Bereich der Kunst somit prästabilisiert.
Zusätzlich zu den oben genannten Fragestellungen, die die Symposienreihe durchgehend begleiten werden, wendet sich jedes Einzelsymposium der Veranstaltungsreihe einem konkreten Einzelthema zu. Die im November 2011 veranstaltete Pilotveranstaltung stand unter dem Motto »Wege der Recherche – Recherche-basiertes Arbeiten im Kontext künstlerischer Forschung«. Als ReferentInnen waren »Seitenwechsler« und »Grenzgänger« eingeladen, deren Arbeitsansatz sich auf besondere Weise mit Fragestellungen der künstlerisch-wissenschaftlichen Recherchearbeit verbunden zeigt.
Die Symposienreihe wird von einem Team aus Kunstschaffenden und Researchern organisiert, die neben ihrer freiberuflichen Tätigkeit Mitglieder im künstlerisch-wissenschaftlichen Promotionsprogramm der HFBK Hamburg (Dr. phil. in artibus) sind. Neue Mitglieder sind erwünscht!
Konzeption: Christa Pfafferott/Benno Hinkes; Text: Benno Hinkes
Zwischen Grenzgang und
Seitenwechsel
Kontakt
Arne Bunk, Benno Hinkes, Angelika Lepper, Christa Pfafferott, Jana Seehusen
