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Auszeichnung

Balz Isler bei seiner Diplom-Performance, HFBK Hamburg, 2011; Foto: Tim Albrecht


25.05.2011

Stipendium »Junge Kunst in Essen« für Balz Isler

Der HFBK-Absolvent Balz Isler ist mit dem 14. Stipendium »Junge Kunst in Essen« ausgezeichnet worden. Das renommierte Stipendium wird jährlich bundesweit an allen Kunsthochschulen und Akademien ausgeschrieben und richtet sich an junge Künstlerinnen und Künstler, deren Studienabschluss nicht länger als ein Jahr zurückliegt. Für einen Zeitraum von neun Monaten erhalten die StipendiatInnen ein Wohnatelier im Kunsthaus Essen sowie eine monatliche Unterstützung von 1.250 Euro (abzüglich 128 Euro Miete an das Kunsthaus). Das Stipendium wird seit 1998 vergeben und in Kooperation mit dem Kunsthaus Essen ausgerichtet. Träger ist seit 2008 der Kunstring Folkwang e.V..

Balz Isler studierte zuletzt bei Prof. Jeanne Faust im Studienschwerpunkt Zeitbezogene Medien an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Sein Diplom bestand der gebürtige Schweizer im Februar 2011 mit Auszeichnung. Isler verbindet in seiner Arbeit alltägliche elektronische Medien mit klassischen performativen Mitteln. Insbesondere in seinen Performances fasziniert Isler durch seine Fähigkeit, im Moment der Präsentation Dinge auf eine völlig neue Art und Weise erlebbar zu machen. Ausgehend von visuellen und akustischen Versatzsstücken der heutigen Clip- und Dokumentarkultur erzeugt er dabei eine beeindruckende Synthese von körperlich-stimmlichem Votrag und medialer Collage. Es sei ihm wichtig, »die Sinne zu schärfen für Dinge, die oft als selbstverständlich gelten« sagt Isler, und man bleibe danach »immer ein wenig anders«.

Das Kunsthaus Essen, in dem sich Atelier und Wohneinheit für die Stipendiaten befinden, verfügt über 13 weitere, von Künstlern genutzte Ateliers sowie einen kontinuierlich bespielten Ausstellungsbereich. Das Stipendium ist verbunden mit einer Abschlussausstellung im Kunsthaus sowie der Herausgabe eines Katalogs.

Die Jury bestand in diesem Jahr aus Prof. Dr. Jean-Christophe Ammann (Frankfurt a. M.), Prof. Dr. Stephan Berg (Kunstmuseum Bonn), Dr. Sabine Maria Schmidt (Museum Folkwang, Essen), Simone Junker (13. Stipendiatin »Junge Kunst in Essen«), Dr. Britta Schmitz (Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, Berlin), Prof. Thomas Wagner (Frankfurt a.M.) und Dr. Julian Heynen (K 21, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf).