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Bibliothek

Die Bibliothek der Hochschule für bildende Künste ist eine kombinierte Präsenz- und Ausleihbibliothek. Lesesaal und Magazin sind zu den genannten Öffnungszeiten allgemein zugänglich; eine Ausleihe erfolgt jedoch nur an Mitglieder der HFBK.

Sammlungsschwerpunkte sind die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, wobei die Priorität auf der Gegenwart und dabei vornehmlich auf Werkmonografien internationaler Künstler/innen und Designer/innen liegt. Im Bereich Theorie sind vor allem solche Publikationen vertreten, die Verbindungen zwischen theoretischem Wissen und praktischer künstlerischer Arbeit herstellen oder interdisziplinäre Wechselwirkungen aufzeigen.

agoRadio:
Erinnerung und Gedächtnis

Öffentliche Aufzeichnung der 41. Sendung
mit Markus Boysen, Joachim Glaser, Sabine Kastius, Martin Köttering, Hans-Joachim Lenger, Michaela Melián, Benjamin Sprick, David Wallraf

Mittwoch, 21. Juni 2017, 19.00 Uhr
in der Bibliothek der HFBK Hamburg, Lerchenfeld 2

Seit zweieinhalb Jahren strahlt das Rundfunkprojekt agoRadio der HFBK Hamburg monatlich ein Radioprogramm in verschiedenen unabhängigen Sendern der Bundesrepublik und im Internet aus. Erstmals soll in einem Experiment versucht werden, ein Programm öffentlich und unter Publikumsbeteiligung aufzuzeichnen.
www.agoradio.de

Doppelseite aus Anton und Jakob Engel, »TAPU. How to Draw Birds«, erschienen im Materialverlag

TAPU. How to Draw Birds

Eröffnung Mittwoch, 24. Mai 2017 um 19 Uhr
in der Bibliothek der HFBK Hamburg

Präsentation und Book Launch mit Anton Engel und Jakob Engel
Wir freuen uns, das gerade im Materialverlag erschienene Buch TAPU von Jakob Engel im Rahmen einer Präsentation und eines Gesprächs mit den Künstlern in der Bibliothek zu feiern.

1773 – mit achtzehn Jahren – zeichnete Georg Forster seinen ersten Vogel. Im selben Jahr begleitete er, gemeinsam mit seinem Vater, Kapitän James Cook auf seiner Expedition in den Südpazifik. Cook hatte den Auftrag, mit den Schiffen Resolution und Adventure die Terra Australis zu entdecken, einen Südkontinent, dessen Existenz in der Antike vermutet wurde. Cook fand jedoch nur kleine Inseln. Wieder zurück, schrieb Forster einen Reisebericht und brachte mit diesem auch den Begriff tapu nach Europa. Tapu, »das Gebot zu meiden«, ist im pazifischen Raum ein verbreitetes komplexes kulturelles Konzept. Jakob Engel riskiert in seinem Buch den Blick bis zur nächsten Bushaltestelle und konfrontiert Forsters Geschichte der frühen Kolonialisierung des Südpazifiks mit seiner Bilderfolge. Er dramatisiert Teile von Forsters Text zu einer Art Theaterskript und kennzeichnet seinen Reisebericht damit deutlich als Erzählung. Das Abenteuer (Adventure), die Aufklärung (Resolution), die Entdeckung (Discovery) und die Bemühung (Endeavour) verlagern sich hier vom Schiff in den Blick des Betrachters, der so wenig von der Südsee zu sehen bekommt wie der Leser von Forsters Reisebericht.

Kündung – Zeitschrift für Kunst

Ausstellung noch bis 19. Mai 2017
in der Bibliothek der HFBK Hamburg

Die Zeitschrift Kündung wurde von Wilhelm Niemeyer (1874–1960), Dozent für Kunstgeschichte an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (damals: Kunstgewerbeschule Hamburg), und der Kunsthistorikerin Rosa Shapire (1874–1954) als Organ des Kunstbunds Hamburg initiiert und herausgegeben. Als eine Art »Herold« sollte die Zeitschrift den Expressionismus in Kunst und Literatur verbreiten. Neben Karl Schmidt-Rottluff, von dem u.a. der Titelholzschnitt stammt, Franz Radziwill und Gerhardt von Ruckteschell waren mit Willi Titz, Karl Opfermann, Heinrich Stegemann, Robert Koepke Künstler beteiligt, die an der Kunstgewerbeschule lehrten oder studierten.

Die Zeitschrift wurde in einer kleinen Auflage von 200 Exemplaren in der Druckwerkstatt am Lerchenfeld gedruckt. Während der nationalsozialistischen Diktatur wurde eine unbestimmte Anzahl an Exemplaren als »Entartete Kunst« beschlagnahmt. Die Bibliothek der HFBK Hamburg besitzt eine der wenigen erhaltenen und vollständigen Ausgaben.

touching various topics

André Horenburg und Goscha Steinhauer
Ausstellung 19. Januar bis 31. März 2017
in der Bibliothek der HFBK Hamburg

we made out with the
incorruptible tongue
of saint anthony

eardrums newborn snakes
sand mandalas and moon dust
we would like to touch

  • »Elegante Welt (The New You over the Old You)« und  »Die Dame«. Präsentation von Wiebke Schwarzhans in der HFBK-Bibliothek. Foto: Imke Sommer
  • »Elegante Welt (The New You over the Old You)« und  »Die Dame«. Präsentation von Wiebke Schwarzhans in der HFBK-Bibliothek. Foto: Imke Sommer
  • Wiebke Schwarzhans, »Je sais bien, mais quand même« beim Zuschnitt, 2016
  • »Elegante Welt (The New You over the Old You)« und  »Die Dame«. Präsentation von Wiebke Schwarzhans in der HFBK-Bibliothek. Foto: Imke Sommer
  • Gespräch in der Bibliothek am 1. Dezember 2016. Foto: Jeffrey Wallner
  • Gespräch in der Bibliothek am 1. Dezember 2016. Foto: Jeffrey Wallner

Unübertroffen an Formenschönheit

Donnerstag, 1.12.2016 um 18 Uhr
in der Bibliothek der HFBK Hamburg

Ein Gespräch über Kunst und Mode mit Wiebke Schwarzhans (Promovendin HFBK), Dr. Dagmar Venohr (Mode- und Kulturwissenschaftlerin), Catharina Rüß (Mode- und Literaturwissenschaftlerin) und Antonia Wagner (Promovendin HfG Karlsruhe) anlässlich der Präsentation »Elegante Welt (The New You over the Old You)« von Wiebke Schwarzhans in der HFBK-Bibliothek

Wiebke Schwarzhans (HFBK-Promovendin) zeigt mit »Elegante Welt (The New You over the Old You)« ihre Serie von Seidentüchern und lässt sie mit Ausgaben der bedeutendsten deutschen illustrierten Mode-Zeitschrift der 1920er Jahre »Die Dame« (Bestand der HFBK Bibliothek) korrespondieren. Schwarzhans referiert mit den Seidentüchern in Format und Stofflichkeit auf eine Mode-Ikone – das Hermès-Tuch – und rekurriert zugleich in der Wahl der aufgedruckten Motive auf die Bildwelten von Modemagazinen. Katzen, Hunde, Kristallgläser, goldglänzende Geschmeide, Reitutensilien tauchen in Modezeitschriften gestern wie heute gleichermaßen beständig als Accessoires der modebewussten Frau auf. Die Künstlerin zitiert diese Accessoires in ihren Bildmontagen, setzt sie aber durch Spiegelungen und Lichtreflexe so kühl in Szene, dass der Reiz der fetischisierten Ware in Spannung mit der Montage gerät, die die Dinge, denn auch Tiere werden hier verdinglicht, als Oberflächenspiel entlarven.

Gesa Lange: Sammlung Minna Menz, Materialverlag der HFBK Hamburg 2016

Book Release

Dienstag, 22. November 2016 um 18.30 Uhr
in der Bibliothek der HFBK Hamburg, Lerchenfeld 2

Gesa Lange: Sammlung Minna Menz, Materialverlag der HFBK Hamburg 2016
 

Wir freuen uns, das gerade im Materialverlag erschienene Künstlerbuch im Rahmen eines Gesprächs mit der Künstlerin in der Bibliothek zu feiern.

Das offene Gespräch führen Gesa Lange und Mela Dávila Freire (Autorin des Begleittextes und Direktorin für Öffentlichkeitsarbeit des Museo Reina Sofía, Madrid), Andrea Joosten (Leiterin der Bibliothek der Hamburger Kunsthalle), Prof. Wigger Bierma, Prof. Dr. Michael Diers, Ralf Bacher und Hannah Rath.

Walasse Ting: 1 Cent Life

Ausstellung 12. Oktober bis 23. November 2016 in der HFBK-Bibliothek

Die HFBK-Bibliothek zeigt aus ihrem Bestand eines der bedeutendsten Künstlerbücher der 1960er Jahre: Walasse Tings »1 Cent Life«.

Es versammelt neben Dichtungen des Malers, Grafikers und Dichters Walasse Ting Originallithografien von 28 europäischen und US-amerikanischen Künstler*innen: von Pierre Alechinsky, Karel Appel, Enrico Baj, Alan Davie, Jim Dine, Oyvind Fahlstrom, Sam Francis, Robert Indiana, Asger Jorn, Allan Kaprow, Roy Lichtenstein, Joan Mitchell, Claes Oldenburg, Mel Ramos, Robert Rauschenberg, Rinehound, Jean-Paul Riopelle, James Rosenquist, Antonio Saura, Kimber Smith, K.R.H. Sonderberg, Bram Van Velde, Andy Warhol und Tom Wesselmann.

Ting, 1929 in Wuxi/China geboren, hatte sich 1952 zunächst für sechs Jahre in Paris niedergelassen und stand dort im Austausch mit Mitgliedern der Künstlergruppe »CoBrA«. 1958 zog er nach New York, wo er gemeinsam mit dem befreundeten Maler und späteren Herausgeber des Buchs, Sam Francis, die Publikation plante, die mit einer großen Zahl von Künstler*innen unterschiedlicher künstlerischer Ausrichtung realisiert werden sollte. So treffen in »1 Cent Life« Arbeiten aufeinander, die dem europäischen und amerikanischen Abstrakten Expressionismus wie auch der Pop Art zugeordnet werden.

Druck der Originallithografien bei Maurice Behautet, Paris; Druck der mehrfarbigen Typografie von Tings Dichtungen durch Georges Girard, Paris. »1 Cent Life« erschien 1964 bei Eberhard W. Kornfeld in Bern.

 

HFBK-Bibliothek

Lerchenfeld 2
22081 Hamburg
Raum 217/218

Ausleihe und Verlängerung
Tel.: +49 40 428989 - 329
E-Mail:
bibliotheksausleihe@hfbk-hamburg.de

Leitung
Dr. Andrea Klier
Tel.: +49 40 428989 - 207
E-Mail: andrea.klier@hfbk-hamburg.de

Bibliothekarin
Dipl.-Bibl. Sabine Henßen
Tel.: +49 40 428989 - 328
E-Mail: sabine.henssen@hfbk-hamburg.de

Recherche-Sprechstunde
Mi 10–12 Uhr
und nach Absprache

Öffnungszeiten

Mo–Do 10–20 Uhr
Fr*         10–18 Uhr
* und vor gesetzlichen Feiertagen